April 21, 2008

Interview mit Mirko Caspar

CMO Metaversum

Interview mit Mirko Caspar

Das 2006 in Berlin gegründete Unternehmen Metaversum GmbH entwickelt und betreibt die 3D-Online-Welt Twinity. Diese, eng mit der Realität verknüpfte virtuelle Welt befindet sich zurzeit in der geschlossenen Beta-Phase und als nächster Schritt ist die offene Beta-Phase geplant. Die Geschäftsführung besteht aus dem Gründerteam Jochen Hummel (CEO), Dietrich Charisius (CTO) sowie Mirko Caspar (CMO), der uns in diesem Interview Rede und Antwort steht. Das Management-Team hier in Berlin und in Kiew hat inzwischen langjährige Erfahrung im IT-, Software- und Entertainment-Bereich. Neben diesem Interview finden Sie hier weitere Informationen zu Metaversum und der 3D-Online-Welt Twinity.

Welche Erwartungen haben Sie an eine Plattform wie „Interactive-City-Berlin.de“?

Wir freuen uns über diese neue Plattform und gehen davon aus, dass sich die Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten für die Berliner Szene dadurch verbessern. Schön wäre, wenn dadurch auch die zahlreichen Aktivitäten Berliner Unternehmen in der Games- und Web 2.0 Branche noch mehr Aufmerksamkeit bekommen. Gerade in Berlin passiert in diesem Bereich derzeit sehr viel! Das kann man nicht genug kommunizieren. Dem Ganzen eine gemeinsame Klammer zu geben halte ich für sinnvoll.

Welche Faktoren machen Berlin und Brandenburg aus Ihrer Sicht zu einem besonders guten Standort für Games und Web 2.0 Projekte?

Diese Region war und ist ein Sammelpunkt für die Kreativen und damit auch für die Kreativindustrien. Dazu kommt der internationale Blick auf Berlin, den in dieser Form keine weitere deutsche Stadt genießt. Berlin ist bunt, vielfältig und offen für Neues, dies beschreibt auch unsere Branche sehr gut. Wir stehen hier aber erst am Anfang. Internationale Städte weisen hier den Weg.

Welche Impulse kann die Politik/ Verwaltung für die Branche geben?

Verlässliche Regeln sind wichtig, damit das Miteinander auch in unserer Branche funktioniert. Diese zu schaffen ist Aufgabe von Politik und Verwaltung. Dies sollte aber unter der Bedingung stehen, keine unübersichtliche und behindernde Bürokratie zu schaffen, sondern ein Regelwerk, das die Branche unterstützt. Eine gute Infrastruktur und exzellente Ausbildung sind der mittel- und langfristige Nährboden. Gezielte und unbürokratische Förderprogramme können direkt beim Aufbau helfen. Aufmerksamkeitsstarke Plattformen für Unternehmen sowohl im B2C und B2B Markt als auch im Bereich Recruiting können das Wachstum junger Unternehmen unterstützen.

Erzählen Sie uns ein wenig über Ihre aktuellen Projekte.

Wir haben unsere 3D-Online-Welt Twinity mit dem Ziel konzipiert, eine virtuelle Welt zu entwickeln, die das reale Leben der Menschen bereichert. Meist handelt es sich bei aktuellen virtuellen Welten um Fantasieorte ohne Bezug zur realen Welt. Mit Twinity möchten wir genau diese Lücke schließen. Wir sind davon überzeugt, dass die enge Verknüpfung von virtuellen Welten mit dem realen Leben der Nutzer der nächste wichtige Schritt in der Entwicklung des Internets ist. Das erlaubt direktere, emotionalere Kommunikation und Interaktionen zwischen den Mitgliedern und bietet eine hervorragende Plattform für gemeinsame Erlebnisse. Das Feedback unserer derzeitigen Beta-User bestätigt uns.

Wie viele Personen arbeiten derzeit an der Entwicklung?

Um dieses Ziel zu verwirklichen, arbeiten über 80 kreative Köpfe in Berlin und Kiew an der Umsetzung der 3D-Online-Welt Twinity.

Was kann man von der Onlinewelt erwarten?

Twinity bietet als Plattform eine Fülle an Möglichkeiten für die Nutzer, sich kreativ zu entfalten, die Kommunikation mit bestehenden Freunden zu verbessern und viele interessante neue Menschen kennen zu lernen. Da wir uns an der Realität orientieren gibt es viel zu entdecken und zu erleben. Die Nutzer selbst gehören mit ihrem Engagement als wichtiger Baustein dazu und sind somit zentraler und entscheidender Bestandteil des Erfolgs von Twinity.

Wie weit ist die Entwicklung?

Twinity befindet sich momentan in der geschlossenen Beta-Phase. In dieser Phase können sich Nutzer bereits einen Avatar konfigurieren – auch unter Zuhilfenahme eines Photos – eine eigene Wohnung überall in der Welt einrichten und sich mit anderen Nutzern über Chat, VoIP oder Animationen austauschen. Unter Berücksichtigung des Feedbacks der Beta User arbeiten wir im Moment an zwei großen Themen: Implementierung der Außenwelt und Vorbereitung der offenen Beta Phase. Als nächsten Schritt wollen wir den Start der offenen Beta bekannt geben.

Ab wann kann mit der Veröffentlichung gerechnet werden?

Wie gesagt – wir gehen hier Schritt für Schritt vor. An der Weiterentwicklung von Twinity für die Öffnung arbeiten wir mit Hochdruck.

Was ist ihr Lieblingsspiel?

Offline: Schach und Doppelkopf. Online: Ich bin eher Casual Gamer aber ich komme kaum noch dazu.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Wir wünschen uns, dass möglichst viele Nutzer Twinity entdecken und dass diese dadurch ihr bestehendes Leben bereichern können. Wir möchten eine feste Größe im Internet und im Leben unserer Nutzer werden.